Friedrich Ani

 

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1959 wurde Friedrich Ani als Sohn eines syrischen Vaters und einer schlesischen Mutter  in Kochel  am See geboren.  Nach seinem Zivildienst arbeitete Ani in einem Heim für schwer erziehbare Jungs. Ab 1981  war er als Polizeireporter und Hörfunkautor tätig. Vielleicht hat dies auch seine Liebe für die Welt der Kriminalistik geweckt.  1992 schaffte er in München als Stipendiat.

Seinen ersten Roman publizierte er 1996. Inzwischen lebt Fridrich Ani in München.

Als wir Friedrich Ani das erste Mal interviewten, erschien er uns als mystischer und geheimnisvoller wirkender Autor.  Doch das ist Ani bestimmt nicht. In wahren Leben ist er sympathisch, aufgeschlossen und fröhlich. Sein Charisma zieht seine Umgebung sofort in ihren Bann. 

Hauptfigur in vielen seine Romane ist der Detektiv – Tabor Süden -.  Süden ermittelt meist allein und in gewohnt geschickter Manie.  Er ist Ermittler und arbeitet für eine  Detektei. Manchmal wirkt er etwas zerbrechlich und angreifbar, doch im Laufe seiner Ermittlungen wächst er immer mit seinen Aufgaben.  An seinem Privatleben hat Süden oft zu knacken.

Für viele  Süden – Krimis erhielt  Friedrich Ani  hochdekorierte Auszeichnungen. Unter anderen hat er bereits  5 Mal den Deutschen Krimipreis erhalten.  

 

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Auch  der Grimme- Preis macht es sich schon  mehrfach im Hause Ani gemütlich.

Die Schweiz setzte seinen Roman – Die Erfindung des Abschiedes – als einziges deutschsprachiges Buch auf die Liste der zehn besten Krimis des Jahres 1990.

Radio Bremen verlieh Ani 2001 für die Geschichte – German Angst -einen Krimi Preis.  Ani schildert hier eindrucksvoll und bis ins Letzte recherchiert, das Verhalten einer deutschen Großstadt hinsichtlich des Themas – Fremdenfeindlichkeit -.

2010 wurde der Wahlmünchner zu den Münchner Turmschreibern berufen und 2012 gewann sein Drehbuch, welches er als Grundlage für den Fernsehfilm – Das unsichtbare Mädchen – gemeinsam mit Ina Jung geschrieben hatte, den Bayrischen Fernsehpreis.

Seit 2012 ist er auch Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.

Zahlreiche Ani- Bücher wurden ins Französische, Spanische, Niederländische, Dänische, Koreanische, Chinesische und Polnische übersetzt.

Doch Ani wäre nicht Ani, wenn er sich auf Romane beschränken würde. Er schreibt Lyrik genauso gern wie Drehbücher. Viele Male waren seine Drehbücher,  die Grundlagen der Tatortfilme.  Auch  -ein Fall für zwei -, profitiert vom geistigen Eigentums Friedrich Anis.

Friedrich Ani selbst bleibt bei dem Rummel  um seine Person und seine Werke ganz ruhig und brilliert in zahlreichen Gesprächen und Interviews immer wieder mit seiner Art, sein Schaffen selbst zu beurteilen. 

Eines seine Zitate dazu:

„Der Kriminalroman zwingt zum Hinschauen in die Gegenwart, das Drama des in seinem Lebenszimmer gefangenen Menschen gelingt mir mit dem Krimi am besten, ohne dass es mir auf Mord und Totschlag und spektakuläre Plots ankäme. In meinen Krimis bestimmen die Langsamkeit und das Schweigen den Handlungsablauf, wobei ein gewisses Maß an genreüblicher Spannung unerlässlich bleiben muss. Darüber hinaus lassen sich im Genre Krimi immer wieder neue Türen öffnen. So beschäftige ich mich fast ausschließlich mit Verschwundenen und Vermissten und der Suche nach ihnen.“

Wer Friedrich Ani einmal selbst erlebt hat, weiß wie nah ihm, seine Figur – Tabor Süden –  ist und was er selbst für ein sympatischer Autor ist. 

Für uns ist er der  „Große Ani“.

 

© Radio – Witch

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