Katrin Behr

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Katrin Behr wurde 1967 in Gera geboren. Bis 1972 lebte sie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder dort. Die Familie war Anti – DDR eingestellt und das sollte seine Folgen haben. Der DDR Staat schlug mit all seiner Macht zu, denn so etwas durfte es in der DDR nicht geben. Dort hatte man treu zur Fahne und Staat zustehen

Im Jahre 1972 nahm das Schicksal seinen Lauf.  Katrin wurde mit ihrem Bruder, der Mutter entrissen. Keiner kannte den Grund dafür. Die Verzweiflung war groß. Für Katrin uns Ihrem Bruder begann nun eine Odyssee, die wir aus heutiger Sicht nicht verstehen können. Die Kinder kamen in ein Heim, von dort in eine Pflegefamilie und dann wieder Heim usw.

Für ihren Bruder wurde das Heim sein neues Zuhause. Katrin sollte bei einer Familie den Sozialismus kennen lernen und mit ihm leben.  Später wurde sie von einer DDR treuen Familie adoptiert. Es ging ihr dort gut und sie ist ihren Adoptiveltern auch heute noch dankbar.

Die junge Katrin lebte eigentlich im Herzen mit zwei Familien zusammen. Sie saß zwischen zwei Stühlen und wusste nicht für welches Regime sie sich entscheiden sollte. Die Entscheidung wurde

Ihr abgenommen. 1989 kam die Wende und damit standen alle Türen für Katrin auf. Sie konnte endlich versuchen  ihre Vergangenheit zu bewältigen. Sie begann ihre Erlebnisse nach vielen, mühevollen Recherchen, nieder zuschreiben.

Das Buch – Entrissen: Der Tag, als die DDR mir meine Mutter nahm  – wurde zum Leben erweckt. In diesem Buch schildert die Autorin schonungslos und ohne Fessel, was mit ihr und ihrem Bruder angetan wurde. Wie man nach der Zwangsadoption mit ihrer Mutter umging und wie es für die drei weiterging. Es ist fast wie eine Abrechnung mit der DDR und seinen Machenschaften. Ich habe dieses Buch bereits als Fahne gelesen und war in einer Nacht fertig damit, fix und fertig. Das Buch zeigt auf, wozu der Wahn des Sozialstaates DDR fähig war. Die Autorin muss schlimmen Schaden an Herz und Seele genommen haben. Umso ein Buch zu schreiben muss die Autorin schon sehr stark gewesen sein und sich große Mühe gegeben haben, um die Grundlagen für das Buch zu ergründen. Ihr Stil ist ehrlich und glaubwürdig. Man denkt beim Lesen des Buches mitten im Geschehen zu sein.

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Heute setzt sich Katrin Behr für Kinder ein, die heute irgendwo als Erwachsene leben, ohne auch nur zu wissen wo ihre Wurzeln liegen.

Seit November 2007 gibt es die Domain http://www.zwangsadoptierte-kinder.de und seit Januar 2008 www.personen-suche-ddr.de.  Sie gründetet auch in Gera den Verein: Hilfe für die Opfer für DDR-Zwangsadoptionen e.V.

Katrin Behr selbst sagt, dass die Zahl der vermissten Angehörigen unaufhörlich ansteigt.

Doch die Autorin gibt nicht auf. Sie hilft den zwangsadoptierten Kindern, endlich Kontakt zu ihren Familien zu finden.

Für ihre unermüdliche Arbeit erhielt sie 2014 die goldene Henne. Wir meinen zu Recht und wünschen Ihr für ihre Arbeit viel Erfolg.

 

Wer Lust hat mehr über Katrin Behr zu lesen:

http://www.katrin-behr.com

 

© Radio-Witch

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